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23.09.2019, 14:55 Uhr | Abgeordnetenbüro Berlin
Herdenschutz: Dringender Handlungsbedarf
Die Meldungen über Wolfsrisse nehmen zu, die beiden Problemwölfe in Niedersachsen und Schleswig-Holstein sind nach über einem halben Jahr noch nicht entnommen. Es vergehen keine 14 Tage, in denen es nicht im östlichen Sachsen-Anhalt zu einem Wolfsriss kommt. Es wird höchste Zeit, dass gesetzliche Änderungen zum Herdenschutz in Berlin auf den Weg gebracht werden, erklären Bundestagsabgeordnete Silvia Breher aus dem Oldenburger Münsterland und Sepp Müller aus Dessau – Wittenberg: "Nach langem Hin und Her wurde im Mai eine Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes im Kabinett beschlossen. Damit soll der Abschuss von Wölfen erleichtert werden. Das kann nur ein erster Schritt sein, aber den müssen wir jetzt auch gehen.
Berlin - Seitdem sind vier Monate vergangen und die Einbringung ins parlamentarische Verfahren ist noch nicht erfolgt. Diese Blockade durch unseren Koalitionspartner ist nicht akzeptabel. Die Bürgerinnen und Bürger erwarten, dass wir den vereinbarten Kompromiss zügig umsetzen. Wir können das nicht weiter auf die lange Bank schieben. Die Problematik löst sich nicht durch Ankündigungen, sondern verschärft sich durch die positive Bestandsentwicklung des Wolfes immer weiter. Keine Frage, die Rückkehr des Wolfes und seine Wiederansiedlung in Deutschland ist ein ökologischer Erfolg. Der Wolf unterliegt nach europäischem und deutschem Recht dem höchsten Schutz. Er ist und bleibt ein Raubtier, das sehr anpassungsfähig ist und auch `wolfssichere` Herdenschutzzäune überwindet. Die Übergriffe auf Weide- und Nutztiere steigen und die Konflikte nehmen zu - das zeigt sich vor allem in unseren Heimaten. Die Menschen vor Ort sind verunsichert und die Weidetierhalter hilflos. Viele Schafhalter haben aufgegeben oder lassen ihre Tiere im Stall. Es muss sich etwas ändern, denn nur mit Herdenschutzmaßnahmen und Ausgleichszahlungen wird das Problem der Nutztierrisse nicht gelöst. Und den betroffenen Tierhaltern ist damit auch nicht geholfen. Wenn wir auch in Zukunft Schafe, Ziege, Rinder und auch Pferde auf den Weiden sehen wollen, dann reicht ein passiver Herdenschutz nicht aus. Wenn wir Mufflons in unseren Naturparks früher wegen der Artenvielfalt wieder angesiedelt haben, dürfen wir sie heute nicht aussterben lassen. Wir können schlichtweg nicht alle Herden in Deutschland wolfssicher einzäunen. Deshalb müssen wir zu einer Regulierung des Wolfsbestandes kommen - unabhängig von einer konkreten Gefahr. Den Weidetierhaltern und den Menschen in den Regionen mit Wölfen ist es nicht zuzumuten, dass erst nach erheblichen Schäden Lippenbekenntnisse abgegeben werden. Wort und Tat müssen zusammenfallen. Deswegen geht es jetzt darum, den vereinbarten Kompromiss endlich umzusetzen. Nicht mehr und nicht weniger. In Berlin muss jetzt unverzüglich der Weg dafür frei gemacht werden. Wir erwarten von unserem Koalitionspartner SPD mehr als ein Signal. Wir müssen unserer Verantwortung nachkommen und jetzt endlich eine klare Rechtsgrundlage schaffen. Das sind wir den Bürgerinnen und Bürgern schuldig."
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